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Die leise Revolution des Genug: Warum Europa das Wachstum neu denkt

Während die Welt oft am Dogma des ewigen Wachstums festhält, wagt Europa einen mutigen Blick nach vorn. Eine Bewegung gewinnt an Fahrt, die Wohlstand nicht länger allein am BIP misst und neue Wege der Verantwortung ebnet.

Von der KI-Redaktion basierend auf foreignpolicy.com
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Die leise Revolution des Genug: Warum Europa das Wachstum neu denkt (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert
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In einer Zeit, in der das Streben nach unendlichem Wachstum oft als unumstößliches Gesetz der Wirtschaft gilt, zeichnet sich in Europa ein bemerkenswerter Trend ab. Hier, so scheint es, ist die kulturelle Offenheit und die lange Tradition linker Organisation stärker ausgeprägt, um die Exzesse des Kapitalismus kritisch zu hinterfragen. Es ist eine Freiheit, die anderswo oft fehlt. Wie die Physikerin und Expertin Steinberger, die am renommierten MIT promovierte, bemerkt: „In Europa gibt es mehr Freiheit, die Mainstream-Ökonomie und das Wachstumsparadigma zu hinterfragen.“ Sie fügt hinzu, dass es „nicht bequem“ sei, aber zumindest niemand dafür seinen Job riskiere und es nicht sofort eine reflexartige Abneigung hervorrufe. Diese intellektuelle Neugier und der Mut, konventionelle Weisheiten zu überprüfen, machen den Kontinent zu einem fruchtbaren Boden für neue Ideen.

Eine Bewegung, die Brücken baut

Was einst ein akademisches Nischenthema war, entwickelt sich nun zu einer breiten Bewegung. Der Begriff „Degrowth“, aus dem Französischen übersetzt, zieht eine wachsende Minderheit europäischer Linker an und fasziniert immer mehr Akademiker, Jugendaktivisten und – was besonders bemerkenswert ist – auch Politiker. Der Aufwind ist spürbar: Erst im vergangenen Mai veranstaltete das Europäische Parlament seine zweite 'Beyond Growth'-Konferenz, diesmal mit einer noch nie dagewesenen Beteiligung von gewählten Amtsträgern. Philippe Lamberts, Organisator und Mitglied des Europäischen Parlaments für die belgischen Grünen, fasst es gegenüber der Financial Times prägnant zusammen: Die „Big Shots“ spielen jetzt mit. Es ist ein Zeichen dafür, dass das Gespräch über eine Wirtschaft jenseits des Wachstums in den politischen Mainstream vordringt.

Worum es wirklich geht: Qualität statt Quantität

Die heutige Interpretation von Degrowth distanziert sich dabei klar von früheren, malthusianischen Debatten über Bevölkerungswachstum. Stattdessen verlagert sich der Fokus auf den Pro-Kopf-Verbrauch – und rückt damit die Dekadenz im globalen Norden ins Zentrum der Betrachtung. Es ist eine Philosophie, die das Ethos des Anti-Konsumismus, der Anti-Werbung und der Dekolonisierung umarmt. Die Idee, reiche Volkswirtschaften von der hegemonialen Jagd nach BIP-Wachstum abzuwenden, gewann insbesondere in Frankreich und Südeuropa nach der Finanzkrise 2008/09 an Bedeutung. Diese Krise wurde als eine weitere fatale Konsequenz des rücksichtslosen Wachstumsstrebens wahrgenommen und zog harte Sparmaßnahmen nach sich. Degrowth ist somit keine Verzichtserklärung, sondern eine Einladung, Wohlstand und Lebensqualität neu zu definieren und eine Wirtschaft zu gestalten, die wirklich unserer Verantwortung für Mensch und Planet gerecht wird.

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Quelle für die KI-Redaktion:

foreignpolicy.com
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