In einer Welt, die sich ständig wandelt, bleiben Geschichten unser Anker – und unsere Flügel. Doch was fasziniert die junge Generation wirklich? Welche Erzählungen berühren Kinderherzen, überwinden kulturelle Gräben und spiegeln die vielfältige Wirklichkeit Europas wider? Diese Fragen sind nicht nur akademischer Natur, sondern der Schlüssel zu einer verantwortungsvollen Film- und Medienlandschaft, die nachhaltig wirkt.
Genau diesem Puls spürt das Diagonale Film Meeting nach. Hier wird Forschung nicht nur präsentiert, sondern in handfeste Inspiration für Filmschaffende und Medienschaffende verwandelt. Es geht darum, neue Wege zu entdecken, wie Geschichten entstehen können, die nicht nur unterhalten, sondern auch bilden, verbinden und die reiche kulturelle Palette unserer jungen Zuseher:innen widerspiegeln.
An vorderster Front dieser Bewegung stehen Pionierinnen wie Katharina Posch, geschäftsführende Gesellschafterin bei NGF Geyrhalterfilm. Sie beweist eindrucksvoll, dass Publikumserfolg und Tiefgang keine Gegensätze sind – von Arthouse-Erfolgen bis hin zu den geliebten „Geschichten vom Franz“, die Österreichs Kinderkinos eroberten. An ihrer Seite wirken Dunja Bernatzky, liebevoll „Cartoonia“ genannt, CEO und Mitgründerin von arx anima, und Kris Staber, COO des Studios. Gemeinsam haben sie mit Werken wie „Die Häschenschule“ oder „Die Heinzels“ bewiesen, dass visionäre Animation europaweit Kinder begeistern kann. Ihr Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines tiefen Verständnisses für die junge Zielgruppe und der Fähigkeit, Forschung in fesselnde Erzählungen zu überführen.
Ein polnisches Erfolgsmodell: Transformation durch Vielfalt
Der Blick über die Grenzen Österreichs hinaus offenbart, dass dieser Wandel eine europäische Bewegung ist. Maciej Jakubczyk, geschäftsführender Direktor der New Horizons Association in Polen, teilt die inspirierende Geschichte, wie sich die polnische Filmindustrie in den letzten zehn Jahren zugunsten familienorientierter Produktionen grundlegend verändert hat. Als Leiter von Young Horizons, einem umfassenden Bereich für Distribution, Festival, Bildung und Industrie, der sich auf das Familienpublikum konzentriert, hat er diesen Transformationsprozess maßgeblich mitgestaltet.
Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen auf: Welche Akteur:innen haben diesen Wandel getragen? Waren es ausschließlich Fördermittel oder spielten andere Faktoren, wie ein tiefes Bewusstsein für kulturelle Vielfalt und die Bedürfnisse des Publikums, eine entscheidende Rolle? Und welche Herausforderungen liegen noch vor uns, um Geschichten zu erzählen, die nicht nur unterhalten, sondern auch Identität stiften und Grenzen überwinden? Die Antworten darauf formen die Zukunft einer Medienlandschaft, die ihrer Verantwortung wirklich gerecht wird.




